Adelt fragt König: Was spricht gegen die Schützenstraße?

19. Oktober 2021

Standortsuche Studentenwohnheim: Füracker widerspricht König.

Am 19. August erklärte Landtagsabgeordneter Alexander König die langjährige Standortsuche für ein neues Studentenwohnheim der HfÖD im Beisein des verblüfften Investors in der Schützenstraße und einer sichtlich konsternierten CSU-Stadtratsfraktion für beendet. Miete kommt teurer als Kauf und Neubau, deshalb sei die Schützenstraße bereits aus dem Rennen. Das ist Fakt. Punkt.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt hat sich daraufhin mit einem Schreiben an Finanzminister Füracker gewandt, mit der Bitte um Klärung des Sachverhalts. Gut acht Wochen später liegt die Antwort vor und die liest sich so ganz anders als das was der Hofer CSU-Abgeordnete vor versammelter Mannschaft verkündet hatte.

„Voranschicken möchte ich, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde“, heißt es da gleich zu Beginn des Schreibens. Derzeit werden die „bauplanungsrechtlichen Möglichkeiten mit der Stadt Hof erörtert, die in Frage kommenden Grundstücke baufachlich untersucht und die Kosten eines staatlichen Eigenbaus geschätzt.“ Darüber hinaus wird das Hoftex-Gelände geprüft, denn: „Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit einer Anmietung“, am Ende – so Füracker – entscheidet der Preis, sprich die wirtschaftlichste Lösung für den Freistaat.

SPD-Abgeordneter Klaus Adelt bewertet das Schreiben positiv: „Alle möglichen Standorte sind im Rennen! Ich weiß nicht, was meinen Kollegen geritten hat, das Verfahren eigenmächtig für beendet zu erklären, obwohl das nicht der Faktenlage entspricht. Hat er sich vorab nicht informiert oder spielt das Finanzministerium mit falschen Karten?“ Für Adelt ist die Sache indes klar: „Der Hofer Stadtrat will parteiübergreifend die große Lösung. Die Argumente liegen auf der Hand. Es wäre schön, wenn Herr König sich dazu einmal erklären könnte, warum er sich einem gemeinsamen Streiten für die Sache verweigert.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete hat seinem CSU-Kollegen deshalb den Brief von Staatsminister Füracker zur Kenntnisnahme weitergeleitet mit der Bitte um entsprechende Bewertung des Schreibens. Seiner Meinung nach müssten jetzt alle an einem Strang ziehen.

Den Staatsministern Füracker und Schreyer dankt Adelt hingegen für ihre jüngsten Schreiben an ihn bzw. seinen Landtagskollegen Sebastian Körber. Seiner Meinung nach bringen beide Schreiben ein Stück weit Klarheit in das Verfahren zur Standortsuche. „Am Ende braucht es eine Entscheidung, die auf Akzeptanz stößt und das macht Transparenz unabdingbar.“