Nur 1100 Klassenzimmer in Oberfranken mit Luftfilter.

23. April 2021

Adelt kritisiert schlechte Förderpolitik für Luftfilter an Schulen.

Bisher sind bayernweit rund 12.500 von 75.000 Klassenzimmer mit Luftfilter ausgestattet. In Oberfranken sind es knapp 1100. Das geht aus einer Anfrage des Hofer Landtagsabgeordneten Klaus Adelt hervor. „Das ist viel zu wenig. Nach wie vor sind unsere Schulen nicht pandemiefest“, findet der SPD-Politiker. Schuld daran sei seiner Meinung nach die schlechte Förderpolitik.

„Die aufgelegten Programme sind unzureichend. Erst werden nur fensterlose Räume gefördert, dann wird die Förderung einfach halbiert“, kritisiert Adelt. „Man sieht deutlich, dass sich gerade finanzschwächere Kommunen und Regionen schwertun mit einem Eigenanteil von 50 Prozent.“ So wurden in Oberbayern und Schwaben in der zweiten Förderrunde dreimal mehr Klassenräume ausgestattet als in der ersten Runde, in Unterfranken dagegen sogar weniger, erklärt Adelt. „Diese Politik führt wieder einmal zu ungleichen Lebensverhältnissen und zu sozialer Ungerechtigkeit in Bayern. In dieser Krisensituation sollte die Staatsregierung in einer landesweiten Kraftanstrengung alles unternehmen, um allen Schülerinnen und Schülern flächendeckend gute und sichere Bildung zu ermöglichen und die Schulen entsprechend auszustatten.“ Stattdessen werde auf die kommunalen Schulaufwandsträger verwiesen, die einmal mehr allein gelassen werden, so der Abgeordnete „Wir erwarten eine dritte Runde des Förderprogramms, die alle Schulen zugutekommt!

So viele Klassenzimmer verfügen bisher über Luftfilteranlagen:

  • Oberbayern | 4954
  • Niederbayern | 1003
  • Oberpfalz | 1191
  • Oberfranken | 1081
  • Mittelfranken | 1667
  • Unterfranken | 1059
  • Schwaben | 1602

Gesamt: 12557

Quelle: Anfrage zum Plenum, 22. April 2021