Corona: Adelt und Grötsch informieren sich an der Grenze

05. März 2021

Hof/Schirnding. Die Regionen im Osten Bayerns sind derzeit von Corona besonders stark betroffen. Das hat auch was mit der Grenznähe zu Tschechien zu tun und der dortigen schwierigen Infektionslage. Das Nachbarland ist als Virusvariantengebiet ausgewiesen, der Inzidenzwert liegt landesweit bei über 800. Die grenznahen Bezirke Cheb, Sokolov und Karlovy Vary waren zwischenzeitlich besonders stark betroffen. Die derzeit geltenden verschärften Einreiseregeln hält SPD-Landtagsabgeordneter und stellv. Fraktionsvorsitzender Klaus Adelt angesichts dessen für „sehr schmerzhaft, aber notwendig.“ Gemeinsam mit dem Weidener SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch, besuchte Adelt vor kurzem den Grenzübergang in Schirnding, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen und mit den Verantwortlichen zu sprechen.

„Wir haben enge und gute nachbarschaftliche Beziehungen zu Tschechien, viele pendeln zur Arbeit. Wir leben in der Mitte Europas und jetzt ist die Grenze für viele zu“, beklagt Adelt. „Das ist für Beschäftigte und Betriebe eine sehr schwierige Situation.“ Für den SPD-Abgeordneten ist deshalb klar. So notwendig die Maßnahmen an der Grenze gegenwärtig auch sein mögen, „Schlagbäume dürfen nicht zur neuen Normalität in Zeiten von Corona werden. Dass das Nachbarland deshalb mit Impfstofflieferungen unterstützt wird, hält Adelt für richtig., Die Zahlen zeigen ja, dass Corona nur bedingt vor Grenzen Halt macht. „Wir müssen uns gegenseitig helfen.“

Dem pflichtete auch Uli Grötsch bei. Den Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Bundespolizisten imponierte vor allem, wie die Verantwortlichen vor Ort unter schwierigen Rahmenbedingungen mit der Situation umgehen und diese meistern: "Es ist beeindruckend, wie schnell und professionell die Bundespolizei und das Technische Hilfswerk die Errichtung und den Betrieb der Kontrollstelle bewerkstelligt haben. Ich habe hohen Respekt vor der Tätigkeit der eingesetzten Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei und der Kollegen aus den örtlichen Dienststellen.“

Adelt und Grötsch sagten Unterstützung zu, sich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen einzusetzen. „Was es jetzt schnell braucht, sind ausreichend Container für Aufenthaltsräume, Gewahrsamsräume und Toiletten."