Überbrückungshilfen: Über 100 Betroffene in Stadt und Landkreis Hof warten noch auf Geld für November.

18. Februar 2021

Die Auszahlung der November- und Dezember-Hilfen stockt. Das geht aus einer Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt hervor. Noch immer hat rund ein Viertel aller Antragsteller der Novemberhilfen kein Geld erhalten. Besonders betroffen sind – wie zu erwarten – der Gastronomie-, Kultur- und Veranstaltungsbereich, der zusammengenommen allein in Stadt- und Landkreis Hof über 70 Prozent aller Anträge ausmacht.

644 Unternehmen, Betriebe und Solo-Selbstständige haben in Stadt- und Landkreis Hof November-Hilfen in Höhe von 6,5 Millionen Euro beantragt. Stand 1. Februar wurden davon 471 Anträge bewilligt und knapp 4,3 Millionen Euro ausbezahlt. Schlimmer sieht es bei den Dezember-Hilfen aus: Von 523 Anträgen wurden erst 147 bewilligt, von insgesamt 5,26 Millionen Euro wurden erst 2,42 Millionen Euro ausbezahlt. „Wir haben jetzt Februar und noch immer warten über 100 Antragsteller auf Hilfen für November. Das dauert alles viel zu lange“, ärgert sich SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt. „Gerade im Kultur- und Gastronomiebetrieb zählt für die Betroffenen jeder Tag. Es gibt Kosten, die laufen weiter und die wenigsten haben dicke Reserven, auf die sie zurückgreifen können.“ Hinzu komme die ganze Bürokratie, die es den Antragstellern unnötig schwer gemacht habe und die nach Ansicht Adelts Mitschuld trage an der langen Verfahrensdauer.

„Da hat das Bundeswirtschaftsministerium ganze Arbeit geleistet. Es ist gut, dass das Verfahren der Überbrückungshilfen III nach massiver Kritik nun deutlich vereinfacht wurde. Wenn schon Milliarden bereitgestellt werden, müssen die Wirtschaftsminister in Bund und Land auch dafür für Sorge tragen, dass das Geld vor Ort ankommt“, so Adelt abschließend.

Zwischenstand November- und Dezemberhilfen 2020, Stand Februar 2021 (PDF, 1,19 MB)