Adelt unterstützt „die Gunga“

09. Oktober 2020

Weil die Erhöhung der Diäten der Mitglieder des Bayerischen Landtages an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt ist, hätte es mitten in der Corona-Krise ein kräftiges Plus für die Abgeordneten gegeben. Parteiübergreifend war man sich deshalb einig, die Erhöhung zu spenden. Der Hofer Abgeordnete möchte mit dem Geld diejenigen unterstützen, die Corona besonders stark getroffen hat: Kinder und Jugendliche. "Wir spannen zwar Rettungsschirm um Rettungsschirm auf, dabei dürfen wir aber nicht die vergessen, die gar keine Lobby haben."

PUR
V.l.n.r.: Pascal Bächer, Vorsitzender ‚Die Gunga e.V.‘ Sebastian Schönberger, Leiter des Jugendzentrums PUR und SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt. Bild: Leitl

Ein Betrag in Höhe von 500 Euro ging deshalb an den Verein „Die Gunga e.V.“ Der Verein mit seinen über hundert Mitgliedern und vier hauptamtlichen Mitarbeitern ist Träger des Jugendzentrums PUR in Helmbrechts und auch für die offene Jugendarbeit in Stammbach und Marktschorgast verantwortlich. Darüber hinaus betreibt der Verein das Filmwerk, stellt jedes Jahr ein buntes Ferienprogramm zusammen, organisiert interkulturelle Treffs und Qualifizierungsangebote und betreut den Jugendstadtrat. „Uns geht es vor allem um die Beteiligung der Jugendlichen, wir wollen, dass sie sich ihre Freiräume selbst schaffen“, erklärt der Vorsitzende Pascal Bächer. Adelt ist beeindruckt über das breite Leistungsspektrum des Jugendzentrums PUR: „Es ist großartig, was ihr als kleiner freier Träger auf die Beine stellt." Seit 20 Jahren arbeitet Sebastian Schönberger für den Verein als Leiter im PUR. Das Publikum, so Schönberger, ändere sich im Laufe der Jahre immer wieder hinsichtlich Geschlecht, Alter oder Schulform. Die Jugendarbeit des Vereins 'Die Gunga' steht allen offen, die Angebote finden freiwillig statt und sind meist kostenfrei. "Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen - egal woher sie kommen und wieviel Geld die Familie hat." Corona bringt dabei für die Tätigkeit des Vereins viele Herausforderungen mit sich: Offene Jugendarbeit funktioniert in Zeiten von Corona nicht so, wie sie sollte. Derzeit dürften maximal zehn Jugendliche ins PUR, mehrere Räume mussten gesperrt werden, weil sie nicht den aktuellen Anforderungen entsprechen. „Bei uns in den Jugendzentren gelten strengere Regeln als im Wirtshaus“, bemerkt Schönberger kritisch.

Entsprechend dankbar zeigen sich Bächer und Schönberger über die Spende des Abgeordneten. „Vielleicht schaffen wir uns damit Hoverboards an“, überlegt der Leiter des Jugendzentrums laut. „Nicht alle Kids können sich ein Skateboard oder Fahrrad leisten, die hätten daran sicherlich ihre Freude. Damit kann man auch mit Abstand Spaß haben.“