Fliegende Koffer: Caritas trotzt Corona

02. Oktober 2020

Wegen Corona hat das Kleiderlager der Caritas geschlossen. Mittels „fliegenden Koffern“ will der Sozialverband die Klamotten nun unter die Leute bringen. SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt unterstützt das neue Projekt.

Hof. Weil die Erhöhung der Diäten der Landtagsabgeordneten an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt ist, hätte es mitten in der Corona-Krise ein kräftiges Plus gegeben. Parteiübergreifend war man sich deshalb schnell einig, dass die Erhöhung gespendet werden soll. Der Hofer SPD-Abgeordnete Klaus Adelt möchte mit dem Geld diejenigen unterstützen, die Corona besonders stark getroffen hat: Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen und prekären Haushalten.

Spende Caritas
V.l.n.r.: Dekan Andreas Seliger, Caroline Schillhabel, Jugendmigrationsdienst, Leen Albaghdadi, Praktikantin, Ina Adler, Jugendmigrationsdienst und Klaus Adelt, MdL.

Neben dem Münchberger Jugendzentrum und dem Gunga-Verein in Helmbrechts ging deshalb eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an den Caritasverband Stadt- und Landkreis Hof e.V. Seit dem coronabedingten Shutdown sind die Pforten der Kleiderlager geschlossen. „Die Räumlichkeiten sind einfach viel zu beengt, als dass wir diese in der gegenwärtigen Situation guten Gewissens öffnen können“, erklärt Dekan Andreas Seliger, der derzeit der Caritas als Vorstandsvorsitzender vorsteht. Für die Ehrenamtlichen und KundInnen der Kleiderlager keine einfache Situation, weiß Ina Adler vom Jugendmigrationsdienst. „Jetzt geht es auf den Winter zu, es wird warme Kleidung benötigt, die Leute fragen nach, während die Ehrenamtlichen endlich wieder etwas tun wollen.“

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Caroline Schillhabel hat Ina Adler nun eine Idee, wie man das Problem lösen könnte. „Wenn die Menschen nicht zur Kleidung können, muss halt die Kleidung zu den Menschen.“ Die Idee der ‚fliegenden Koffer‘ war geboren. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen HelferInnen des Kleiderlagers sollen künftig auf Bestellung der KundInnen Koffer mit den benötigten Klamotten gepackt und durch junge Geflüchtete gegen ein kleines Taschengeld ausgeliefert werden. „Damit schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe. Dank der Spende können wir jetzt loslegen“, freut sich Caroline Schillhabel.

Klaus Adelt freut’s auch. Der Abgeordnete dankt dem engagierten Team der Hofer Caritas für ihre wichtige und vielschichtige Arbeit. „Das ist ja fast wie Quelle. Ihr habt hier ein tolles Projekt, da ist das Geld gut angelegt.“

Wer bei dem Projekt "fliegender Caritas-Koffer" für ein kleines Taschengeld mitmachen möchte, der kann sich bei der Caritas Stadt- und Landkreis Hof (09281 140170) melden.