Adelt zur Teilschließung des Karl-Meyer-Standorts Naila: „Schwerer Schlag für den Frankenwald!“

22. Januar 2020

Hof. Die Karl Meyer Textilmaschinenfabrik GmbH schließt einen Teil des Standortes Naila. Damit ist die ehemalige LIBA nun fast endgültig Geschichte, während rund 80 Mitarbeiter und damit das Gros der Belegschaft vor vollendeten Tatsachen stehen. Für den SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt ist diese Nachricht ein schwerer Schlag für den Frankenwald: „Gerade mit der LIBA war ich viele Jahre persönlich eng verbunden, viele, die dort arbeiten und nun ihren Job verlieren, kenne ich. Das ist eine nur sehr schwer zu verdauende Nachricht.“

Allein Bedauern von Politikern hilft den Beschäftigten allerdings nicht weiter. Für die gelte es nun eine sozialverträgliche Lösung zu finden, meint Adelt. „Das heißt, sie müssen zeit- und wohnortnah wieder in Lohn und Brot gebracht werden.“ Angesichts der konjunkturellen Delle werde das ein Kraftakt, bei dem alle an einem Strang ziehen müssten. Hier sieht der SPD-Politiker vor allem den Noch-Arbeitgeber in der Pflicht: Wer seinen vormaligen Mitbewerber aufkauft, fünf Jahre lang von dessen Knowhow profitiert, der hat die moralische Verpflichtung sich um die Zukunft der Betroffenen, deren Nutznießer er schließlich war, gescheit zu kümmern.“ Es bleibe zu hoffen, so Adelt abschließend, dass die verbleibenden Beschäftigten langfristig in der Region gehalten werden.