Sommertour: Adelt besucht Arbeitsagentur – Abgeordneter will ‚Cura‘-Projekt auch für den Landkreis.

20. August 2019

Letzte Woche stattete SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt im Rahmen seiner Sommertour der Bundesagentur für Arbeit in Hof einen Besuch ab, um sich über die Situation am Hofer Arbeitsmarkt und das Projekt ‚Cura‘ zu informieren.

Hof – Im Rahmen seiner Sommertour machte Landtagsabgeordneter Klaus Adelt Station in der Bundesagentur für Arbeit in Hof. Im Gespräch mit dem Chef der Arbeitsagentur Bayreuth-Hof, Sebastian Peine, dem Geschäftsführer des Jobcenter Hof-Stadt, Uwe Mayer, und Regina Hufnagel, der Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit, informierte sich der SPD-Politiker über die Situation vor Ort. Und die ist allen Unkenrufen zum Trotz nicht schlecht. „Hof steht gut da“, bilanziert Sebastian Peine gegenüber dem Landtagsabgeordneten.

Die Zahlen sprechen für ihn: Seit 2005 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen, besetzten Stellen im Agenturbezirk bis heute um 30.000 Stellen angestiegen. Das bedeutet für Stadt- und Landkreis Hof ein sattes Plus von 22 Prozent für den Landkreis (macht 6935 Stellen, Jun. 2005 – Jun. 18) sowie 9,5 Prozent (2152 Stellen, Jun. 2005 – Jun. 18) für die Stadt. Gerade im Bereich der Fachkräfte und Spezialisten sind schon heute mehr Stellen verfügbar als Personal vorhanden. Selbst im Bereich der Hilfsarbeiter kommen auf einen freien Job lediglich drei Erwerbslose. „Das sind Quoten, die hätten wir vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten“, freut sich Uwe Meyer vom Jobcenter. Gerade im Bereich der ALG-II-Empfänger konnten viele wieder in Lohn und Brot gebracht werden.

Das liegt u.a. an Projekten wie ‚Cura‘, bei dem nicht nur die Arbeitsvermittlung, sondern die ganze Familie im Fokus steht. Hand in Hand arbeiten Jugendamt und Jobcenter zusammen, gehen mit Sozialpädagogen in die Familien rein und helfen dabei wieder fit zu werden, für einen geregelten Berufsalltag. Das Projekt läuft so gut, dass Stadt und Jobcenter erst kürzlich beschlossen haben, dieses zu verstetigen.

Adelt findet das gut. Mehr noch, er hält das Projekt für ausbaufähig: „Ich bin begeistert von dem ganzheitlichen Ansatz. Ich finde, ‚Cura‘ sollte nicht nur verstetigt, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus Schule machen“. Der Abgeordnete denkt dabei an den Landkreis Hof. „Auch wenn in der Stadt Hof der Handlungsbedarf größer sein mag, sollte das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch im Landkreis damit vielen Menschen helfen könnten, die wir bisher nicht erreichen.“ Das Geld ist nach Meinung Adelts da, denn seit dem das Teilhabechancengesetz von SPD-Arbeitsminister Heil in Kraft getreten ist, hätten auch die Jobcenter vor Ort größeren finanziellen Handlungsspielraum und Möglichkeiten. Adelt will ‚Cura‘ deshalb auf Kreisebene zum Thema machen.