Adelt fordert Bekenntnis zur Franken-Sachsen-Magistrale

16. Januar 2019

Seit rund 30 Jahren kämpft der Nordosten Oberfrankens für die Elektrifizierung der Strecke Hof-Nürnberg. Zwar befindet sich diese mittlerweile im Bundesverkehrswegeplan im sogenannten vordringlichen Bedarf, bis wann diese nun aber endgültig realisiert wird, steht nach wie vor nicht fest.

Gerade angesichts der Tatsache in welcher Geschwindigkeit die sogenannte Metropolbahn in Sachen Planungsstand nachgezogen hat, macht viele Verantwortliche vor Ort skeptisch.

Adelt hat sich deshalb an Bundesverkehrsminister Scheuer gerichtet und ein Bekenntnis zum Ausbau der Strecke Hof-Nürnberg gefordert.

Adelt stellt fest: "Bis die Elektrifizierung der Strecke Hof – Nürnberg abgeschlossen werden kann, wird rückblickend dann ein halbes Jahrhundert ins Land gezogen sein. Wenn man optimistisch ist. Das ist an für sich bereits ein Skandal!"

Der Abgeordnete weiß, dass gerade der Teilabschnitt Marktredwitz – Nürnberg besondere technischen und baulichen Herausforderungen mit sich bringt und die Bahn selbst deshalb kein sonderlich großes Eigeninteresse daran hat, diese Strecke auszubauen. Daher ist nach Meinung Adelts umso mehr politischer Gestaltungswille notwendig.

Der Abgeordnete fordert deshalb Scheuer auf, "der Unsicherheit vor Ort zu begegnen und sich ohne Umschweife für die vollständige Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale öffentlich zu bekennen und unmissverständlich deutlich zu machen, dass die Elektrifizierung für uns kommt und der Nordosten Oberfrankens auf der Schiene nicht abgehängt wird!

scheuer
Auszug aus dem Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Hintergrund: Nicht wenige Bahnexperten befürchten, dass entweder die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Hof oder Nürnberg-Schwandorf kommen wird, also mittelfristig nur eines von beiden Projekten realisiert wird. Wäre letzteres der Fall, hätte das fatale Auswirkungen auf den Bahnstandort Hof.