Wegen drohender Abschiebung: Adelt schreibt Innenminister

25. September 2020

Hof. Der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt zeigt sich bestürzt von der drohenden Abschiebung von Naser R. In einem Schreiben an Innenminister Herrmann setzt sich der Abgeordnete für den von der Abschiebung bedrohten Flüchtling ein.

„Dass in Afghanistan Konvertiten die politische Verfolgung droht, sowohl von staatlicher Seite als auch von extremistischen Islamisten wie den Taliban, ist hinlänglich bekannt. Und wir reden jetzt hier nicht von Haftstrafen“, erklärt der SPD-Politiker und verweist dabei auf die Stellungnahme der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte IGFM.

Angesichts dessen sei es leider auch nicht neu, dass geflüchteten Konvertiten von staatlichen Stellen in Deutschland oftmals Opportunismus vorgeworfen und die Wahrhaftigkeit ihres Glaubens in Frage gestellt werde. Wenn jetzt aber nicht einmal einem Kirchenvorstand geglaubt werde, schlägt das dem Fass den Boden aus. „Die Gemeindemitglieder haben vor Ort Naser R. aus persönlichem Erleben kennen und schätzen gelernt und in den Kirchenvorstand gewählt“, schreibt Adelt an Herrmann. Es könne nicht sein, dass das alles nichts zählt und wider besseres Wissen das Leben von Naser R. durch die Abschiebung gefährdet wird. Adelt fordert Herrmann auf, sich für einen Verbleib von Naser R. einzusetzen.

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