Sommertour: Von Null auf 1000: Eine Hofer Firma wächst hoch hinaus.

19. September 2019

Im Rahmen seiner Sommertour stattete SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt dem Hofer Unternehmen Herrmann & Wittrock einen Besuch ab. Geschäftsführer Oliver Herrmann und Johannes von Sobbe, Mitglied der Geschäftsleitung, stellten dem Politiker das Unternehmen vor.

Hof. Das Hofer Unternehmen wurde erst 2005 gegründet und ist spezialisiert auf die Vermietung von Arbeitsbühnen, Gabel- und Teleskopstapler sowie Autokrane. „Ich dachte mir, dafür müsste es bei uns in der Region doch einen Markt geben“, erzählt Herrmann. Damit hat der Selfmademan den richtigen Riecher bewiesen. Keine 15 Jahre später zählt das Unternehmen nicht nur knapp 150 Mitarbeiter, sondern auch rund 1.000 Maschinen an zehn eigenen Standorten. Hof ist dabei der größte Standort, doch der ist ziemlich verwaist – von den 1.000 Geräten ist nicht viel zu sehen. Johannes von Sobbe freut das: „Wenn hier alles voll stehen würde, wäre das schlecht für uns.“

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v.l.n.r.: Johannes von Sobbe, Mitglied der Geschäftsleitung, Oliver Herrmann, Geschäftsführer, Klaus Adelt, MdL. Bild: Leitl

Das weitverzweigte Netz an Schwesterunternehmen in der Wittrock-Gruppe und die Größe des eigenen Fuhrparks nutzt Herrmann für ein weiteres Standbein. Mittlerweile verleiht das Unternehmen nicht nur seinen eigenen Fuhrpark, sondern übernimmt auch für andere Firmen die Logistik bei der Beschaffung für das passende Arbeitsgerät. Baufirmen und Projekverantwortliche können so dass ihnen lästige Beschaffen der für die Baustellen wichtigen Kräne, Hebebühnen und Stapler einfach outsourcen und sich Zeit sparen, Herrmann&Wittrock verdient damit wiederum Geld – eine Win-win-Situation für alle. Womit wir bei einem Grund angekommen sind, der das Unternehmen nach Aussage Herrmanns so erfolgreich macht: Dienstleistung. Das Hofer Unternehmen verleiht nicht nur, sondern bietet ein Rundum-Sorglos-Paket an. Dazu gehören auch Schulungen zum Umgang mit Arbeitsbühnen, Stapler etc. im hauseigenen Schulungszentrum, Aus- und Weiterbildung und eine eigene Werkstatt samt mobiler Werkstatt-Teams, die dafür Sorge tragen, dass die verliehenen Arbeitsgeräte auch alle reibungslos funktionieren. Demnächst, so erzählt Herrmann, soll ein neues Verwaltungsgebäude gebaut werden, trotz mehrmaligen Umbaus platzt das bisherige aus allen Nähten.

Adelt zeigt sich beeindruckt vom Unternehmen und den beachtlichen Werdegang, vor allem das eigene Schulungszentrum imponiert dem Abgeordneten. Auf die Frage Adelts, wo die Politik nach Ansicht der Unternehmer ansetzen solle, musste Herrmann nicht lange überlegen: Die Bürokratie. „Wir haben 16 Bundesländer und in jedem Bundesland gibt es andere Bestimmungen darüber, wann, wie und wo wir unsere Kräne betreiben dürfen. Das kostet viel Zeit und Nerven. Es ist absolut unverständlich, warum man da keine einheitlichen Standards festlegen kann.“

Ein Problem das Adelt nur allzu gut aus anderen Branchen kennt und wofür der Abgeordnete Verständnis äußerte. Seiner Meinung nach müsste der Freistaat hier die Initiative ergreifen und über die Bund-Länder-Ebene eine Angleichung der Verordnungen anstreben. „Gerade für den Logistikstandort Oberfranken wäre das wichtig!“, meint der SPD-Politiker und verspricht, einen entsprechenden Antrag an die Staatsregierung zu stellen.

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