Sommertour: Adelt besucht AS Bau Hof GmbH

21. August 2019

Die charakteristischen orangen Baufahrzeuge der AS Bau Hof GmbH sind aus der Region nicht mehr wegzudenken. Landtagsabgeordneter Klaus Adelt hat nun im Rahmen seiner Sommertour einen Blick hinter die Kulissen des mittelständischen Bauunternehmens geworfen und sich mit der Inhaberfamilie ausgetauscht.

2002 hatte Dieter Dick, vormals Prokurist der Hofer Baufirma Augsten & Scheuerlein mit einem Geschäftspartner und 45 Mitarbeitern den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt, zu einer Zeit, in der die ganze Branche in der Krise steckte. Eine lange Lebensdauer wurde dem Unternehmen von daher nicht eingeräumt, erzählt der Firmengründer. Heute, 18 Jahre später, ist das Unternehmen mit 150 Beschäftigten einer der größten Bauunternehmer der Region und spezialisiert auf Tiefbau- und Industriebau-Projekte. Der Neubau des abgebrannten Holzwerks in der Rauschenhammermühle, der Ausbau der Fabrikzeile oder die neuen Fertigungshallen von Firmen wie Lamilux, Dennree oder Alukon sind nur ein paar Beispiele für den umtriebigen Familienbetrieb, der mittlerweile von Dieter Dick und seinen beiden Kindern Thomas und Susanne Dick geführt wird.

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V.l.n.r.: Klaus Adelt, Susanne Dick, Thomas Dick und Dieter Dick. Bild: Leitl.

Wie überall in der Branche hat auch die AS Bau gut zu tun. „Derzeit betreuen wir rund 60 Baustellen“, erklärt Thomas Dick, der zudem Bezirksvorsitzender des Bayerischen Bauindustrieverbandes ist und in dieser Funktion die Gelegenheit nutzte eines der Hauptprobleme der Branche anzusprechen: „Die Entsorgung wird immer komplizierter, die Vorschriften mehr, die Kapazitäten in den Deponien geringer. Rein rechnerisch sind die Deponien in drei Jahren alle ausgelastet“, so der Bauunternehmer. Die Folge: Die Kosten für die Entsorgung von Aushub, Bauschutt und Abbruchabfällen steigen kontinuierlich und damit auch die Baupreise. Ein Problem, dem man sich annehmen müsse.

Auch der Fachkräftemangel macht dem Unternehmen zu schaffen. Wir haben jedes Jahr 5 bis 6 Lehrlinge, aber heuer war es besonders schwierig Nachwuchs zu bekommen – und dass, obwohl das Unternehmen eine Übernahme nach der Ausbildung garantiert und die Baubranche im Allgemeinen weniger anfällig für Automatisierung und Digitalisierung sei. „Eine Fertigungshalle oder Straße bauen sich halt nicht von allein.“

Klaus Adelt zeigte sich vom Besuch des Unternehmens indes beeindruckt. „Sie können stolz darauf sein, was Sie hier in 18 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes aufgebaut haben.“ Was die Entsorgungsproblematik betrifft, versprach Adelt dies in München zu thematisieren. „Die Kreislaufwirtschaft läuft im Allgemeinen nicht rund. Das ist ein Thema, dem wir uns annehmen müssen, gerade hier braucht es einen praktikablen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen.“

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