Schwimmbadsterben: „Was wir brauchen sind Gelder und keine Arbeitsgruppen.“

10. Oktober 2017

In Stadt- und Landkreis Hof besteht derzeit bei 8 von 17 Schwimmbädern Sanierungsbedarf. Bayernweit drohen 54 Bädern die Schließung, 299 sind zum Teil dringend sanierungsbedürftig, wie jüngst eine Anfrage der BayernSPD-Landtagsfraktion ergeben hat.

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Bild: Colourbox

Alarmierende Zahlen, die dem SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt aufs Neue bestätigen: „Wir müssen mehr für den ländlichen Raum tun“.

Das scheint nun auch die Staatsregierung begriffen zu haben, die jetzt angekündigt hat, die Zuschüsse für Bäder zu erhöhen. Für SPD-Mann Adelt ein erster Schritt in die richtige Richtung – wenn denn auch Taten folgen würden: „Sei es der ÖPNV, das Supermarkt- oder Schwimmbadsterben. Seit Jahren bügelt die CSU jede Initiative von uns ab, mit dem Hinweis, es bestehe kein Bedarf, wir reden Probleme herbei, das Land sei nicht zuständig. Jetzt, wo die Landtagswahlen vor der Türe stehen, bekommt die CSU ordentlich Muffensausen. Was wir brauchen sind aber keine Arbeitsgruppen, sondern mehr Mittel und zwar sofort im Nachtragshaushalt. Alles andere ist Schaumschlägerei.“

Die SPD-Fraktion im Landtag fordert bereits seit Jahren einen staatlichen Sonderfonds von 30 Millionen Euro zur Unterstützung der Kommunen, die häufig die Sanierung nicht aus eigener Finanzkraft leisten können. Die Staatsregierung stehe hier in der Verantwortung, endlich zu handeln. Dabei verweist Adelt auch auf die Studien der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft), wonach bereits jedes zweite zehnjährige Kind nicht schwimmen kann. Vergangenes Jahr gab es in Bayern mehr Badetote als in jedem anderen Bundesland - 91 an der Zahl.

Material: Anfrage zum Schwimmbadsterben (PDF)

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