Loewe-Insolvenz: Oberfränkische SPD-Abgeordnete fordern Hilfen der Staatsregierung

27. Juni 2019

Existenz von 400 Beschäftigten bedroht - SPD-Fraktionsvize Adelt will Auffanggesellschaft und schlägt Behördenverlagerung vor.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Klaus Adelt und seine oberfränkischen Kollegen Inge Aures und Michael Busch fordern die Staatsregierung auf, sich für die etwa 400 Beschäftigten des insolventen Traditionsunternehmens Loewe in Kronach einzusetzen und über die beabsichtigten Maßnahmen im Landtag zu berichten. "Loewe gehört zu Oberfranken. Die Insolvenz dieses Traditionsunternehmens und die Bedrohung der Existenz von 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erschüttern mich. Die Staatsregierung darf hier nicht tatenlos zusehen", erklärt der Hofer Abgeordnete, der dazu heute (26.6.) im Landtag einen Antrag (PDF, 85 kB) eingereicht hat. Inge Aures aus Kulmbach möchte, dass Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sich unverzüglich für die Belange Oberfrankens einsetzt: "Aiwanger muss aus dem Knick kommen. Wir brauchen hier einen Masterplan!" Michael Busch (Coburg) erklärt: "Die Beschäftigten leisten vor Ort eine großartige Arbeit. Sie können nichts dafür, dass das Unternehmen von Investoren gegen die Wand gefahren wird."

Die Produktion bei dem Hersteller hochwertiger Fernsehgeräte wird bereits zum Wochenende eingestellt, die Gehälter werden nur bis zum 1. Juli gezahlt. Der oberfränkische Abgeordnete Adelt will, dass eine Auffanggesellschaft für die Beschäftigten geprüft wird. Langfristig könnten, so Adelt, auch durch die Verlagerung von Behörden neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Loewe hatte für die strukturschwache Region Oberfranken eine große wirtschaftliche Bedeutung.

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