Landstadt Bayern - Adelt schreibt Schreyer: Ich nehme Sie beim Wort!

15. Februar 2022

Das Staatsministerium für Wohnen, Bau & Verkehr hat ein neues Förderprogramm aufgelegt, um die Transformation von Industriebrachen in Wohnquartiere im ländlichen Raum zu fördern. Eine gute Initiative findet Klaus Adelt, noch besser wäre es aber wenn der Freistaat mit gutem Beispiel vorangehen würde! Der Hofer Abgeordnete hat deshalb abermals einen Brief an die Staatsministerin geschrieben.

Sehr geehrte Frau Staatsministerin,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 8. Februar, in welchem Sie mich auf das neue Städtebauprogramm „Landstadt Bayern“ aufmerksam machen.

Es freut mich, dass Sie mit dem neuen Programm die zukunftsweisende Entwicklung von Konversions-, Brach- und Innenentwicklungsflächen zur Entlastung der Ballungsräume unterstützen möchten. „Die Vorteile auf dem Land zu nutzen und zugleich urbanes Flair anzubieten, sind mir ein besonderes Anliegen“, schreiben Sie.

Sehr geehrte Frau Kollegin,

das kann ich nur unterschreiben und ich nehme Sie deshalb auch beim Wort!

Gerade in der Stadt Hof haben Sie die Möglichkeit nicht nur indirekt über ein Förderprogramm Kommunen hierbei zu helfen. Sie können aktiv selbst die Initialzündung für die Entwicklung eines neuen Quartiers geben!

Wie ich Ihrem Ministerium bereits letzte Woche in einem Schreiben mitgeteilt habe, könnte hinsichtlich der Suche eines geeigneten Standorts für ein neues Studierendenwohnheims der HfÖD die Entscheidung für den Standort Schützenstraße zur Initialzündung für ein neues Stadtquartier werden – und das im ländlichen Raum. Denn gemeinsam mit dem Studentenwerk Oberfranken, einer neuen Jugendherberge, einer Kletterhalle und Freiräume für Kultur würde mitten in der Innenstadt – 500 Meter von der Fußgängerzone entfernt – ein junges Viertel entstehen, das nachhaltigste Innenstadtbelebungs-programm, das man sich vorstellen kann – initiiert vom Freistaat Bayern. Das hätte Modellcharakter für ganz Deutschland!

Mir ist bewusst, dass die Entscheidung vor allem nach wirtschaftlichen Aspekten gefällt wird und nicht nach städtebaulichen.

Daher möchte ich als weiteres Argument die Resolution der CSU-Landtagsfraktion ins Felde führen, die einen Ausbau des Studiengangs der Verwaltungsinformatik in Hof fordert. Eine absolut begrüßenswerte Initiative, die allerdings erneut die Frage aufwerfen wird, wo die neuen Studierenden wohnen sollen?

Sollte die Entscheidung pro Campus und contra große Lösung „Schützenstraße“ ausfallen, würde die Suche nach einem geeigneten Standort für Studierendenwohnungen mit der potentiellen Erweiterung des Studiengangs alsbald von vorne beginnen! Im Gegensatz zum ehemaligen Hoftex-Gelände wären die Kapazitäten an der Hochschule dann nämlich endgültig ausgeschöpft.

Ich meine, es braucht hier eine grundsätzliche und nachhaltige Lösung für die Stadt Hof, für den Freistaat Bayern und die Hochschule für öffentliche Verwaltung. Ich bitte Sie deshalb auch diesen Ansatz bei der Entscheidungsfindung zu bedenken.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Adelt, MdL

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