Digitalisierung: IT-Bildungsagentur soll Schulen unterstützen

25. Februar 2021

Adelt stellt in Pressekonferenz Zwei-Stufen-Masterplan vor - SPD-Fraktionsvize: Brauchen den großen Wurf bei der Digitalisierung unserer Schulen!

Die BayernSPD-Landtagsfraktion hat einen Zwei-Stufen-Plan für die Digitalisierung der bayerischen Schulen vorgestellt. "Nach wie vor befindet sich ein Großteil der Schülerinnen und Schüler in Bayern im Distanzunterricht. Die Corona-Pandemie legt hier schonungslos offen, wie die Staatsregierung in den vergangenen Jahren bei der Digitalisierung versagt hat. Wir brauchen jetzt den großen Wurf für unserer Schulen!", sagte der Kommunalexperte und Vizevorsitzende Klaus Adelt auf der heutigen (24. Februar) Pressekonferenz.

Pressekonferenz-Gast Henrik Schödel, BLLV-Bezirksvorsitzender, unterstreicht: "Wir sind noch lange nicht am Ziel der Digitalisierung angekommen, es fehlt noch an vielen Ecken und Enden." Der Vizepräsidenten des Gemeindetags Thomas Zwingel, ebenfalls Pressekonferenz-Gast, ergänzt: "Das Kultusministerium schafft es ja nicht einmal, seine Lehrkräfte selbst mit mobilen Endgeräten wie Tablets oder Laptops auszurüsten, sondern braucht dazu die Städte und Gemeinden. Die dafür zugesagten Mittel reichen auch nicht. Dennoch helfen wir gerne, unseren Kindern in den Schulen zuliebe.“

In einem ersten Schritt muss für eine flächendeckende, vollständige und unbürokratische Finanzierung von Breitband, Endgeräten, Luftfiltern und Systembetreuern gesorgt werden, ist sich Adelt sicher. 10.000 Klassenzimmer in Bayern haben keinen Internetanschluss, Ein Drittel aller Schulen hat kein WLAN, 36 Prozent keine Geräte fürs Homeschooling (siehe hier). "Bayern hat hier enormen Aufholbedarf. Die Gelder aus dem Bundesprogramm DigitalPakt Schule kommen nicht bei uns an, die Umsetzung des Programms im Freistaat durch die Staatsregierung ist mangelhaft. Hier muss schnell und unbürokratisch nachjustiert werden!" In einem zweiten Schritt muss mittelfristig eine staatliche IT-Bildungsagentur mit dezentralen Standorten in allen Regierungsbezirken geschaffen werden, die bayernweit die Schulen bei Anschaffung, Installation und Betreuung der IT unterstützt, erklärt Adelt. „Die Digitalisierung der Schulen ist eine Mammutaufgabe, die nur mit Spezialisten zu bewältigen ist. Wir brauchen deshalb eine IT-Bildungsagentur, die diese Aufgabe professionell angeht. Wir brauchen einheitliche Strukturen, damit alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Chancen haben. Das ist auch eine soziale Frage! Wir müssen verhindern, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht.“

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