Ärger mit Agilis: Adelt fordert Konsequenzen

01. Oktober 2019

Hof. Die jüngsten Komplikation auf der Bahnstrecke Hof-Bad Steben haben den SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt auf den Plan gerufen. Die Unzuverlässigkeit mit der die privaten Eisenbahn-gesellschaften die Verkehre im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bedienen, stoßen ihm schon länger sauer auf. Der Abgeordnete hat sich deshalb nun in einem Brief an den Chef der Bayerischen Eisenbahngewerkschaft gewandt. Die BEG ist in Bayern zuständig für die Planung und Kontrolle des Bahnverkehrs.

In seinem Schreiben beklagt sich Adelt, dass „die Ausfälle im SPNV ein Ausmaß erreicht haben, das so nicht länger hingenommen werden kann.“ Unverblümt fragt der Abgeordnete nach, welche Konsequenzen drohen würden und wann denn die „Schmerzgrenze“ seitens der BEG erreicht sei. Dass dies bei dem SPD-Politiker bereits der Fall ist, daraus macht Adelt keinen Hehl.

„Wir reden alle über Umweltschutz und den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehr und dann kriegen wir es auf einer Strecke von Hof nach Bad Steben nicht mal auf die Reihe, einen vernünftigen Schienenersatzverkehr zu organisieren. Das geht doch nicht!“ Ein Vorwurf, den Adelt explizit nicht an die Belegschaft, Zugbegleiter und Lokführer richtet, sondern dem System als solches. Ohne Busfahrer und Lokomotivführer findet kein Nahverkehr statt. Wenn wir den Fachkräftemangel beheben wollen, müssen wir für bessere Arbeitsbedingungen sorgen und das fängt bereits bei der Vergabepraxis an. Das wirtschaftlichste Angebot sollte nicht das billigste, sondern das Beste sein.“

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