Adelt will 2030 keine Dieselzüge mehr auf Oberfrankens Schienen!

22. Oktober 2021

Die DB Regio wird bis 2030 den dieselbetriebenen Expressverkehr zwischen Nürnberg, Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz bedienen, das teilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft heute mit. Die damit verbundene Angebotsverbesserung begrüßt der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt ausdrücklich. Er fordert aber auch: „Das muss die letzte Ausschreibung mit dieselbetriebenen Triebfahrzeugen gewesen sein!“ Denn angesichts des Betriebsalters der dann gut 25 bis 30 Jahre im Einsatz befindlichen Züge ist beim Vergabeverfahren ab 2030 eine Ausschreibung inklusive neuer Züge notwendig.

„Es gibt genügend Alternativen, die Technik ist vorhanden, warum sollten wir sie nicht nutzen?“ Adelt spielt dabei u.a. auf batteriebetriebene Akku-Züge an, die die Österreichische Bundesbahn bereits erfolgreich getestet hat. Wichtig sei nach Meinung Adelts, dass bereits heute an morgen gedacht werde. Damit die BEG im nächsten Vergabeverfahren auf die neue Technik setzen kann, müssten bereits zeitnah studienbegleitende Teststrecken in der Region im Rahmen eines Modellversuchs gestartet werden.

Im Rahmen der Bayerischen Elektromobilitätsstrategie, die bis 2040 einen klimaneutralen Schienenpersonennahverkehr vorsieht, soll demnächst eine Machbarkeitsstudie für die Oberfranken-Achse erstellt werden, das hat erst Anfang Oktober Verkehrsministerin Schreyer dem Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner versprochen. „Die Oberfranken-Achse geht bis Hof – deshalb muss das Hofer Land in die Studie mit einbezogen werden“, findet deshalb Adelt. Darüber hinaus ist für den Abgeordneten indes klar: „Akku-Züge hin oder her – die Elektrifizierung muss kommen, mit der Hinhalte-Taktik muss endlich Schluss sein!“

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