Adelt informiert: Jede dritte Stelle bei Hofer Polizei unbesetzt.

26. März 2018

In Bayern sind 2.691 Polizistenstellen unbesetzt und damit 146 mehr als im Vorjahr. Das hat eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Aures und Markus Rinderspacher ergeben, wie der Hofer SPD-Abgeordnete Klaus Adelt mitteilt. Wie sich aus der Anfrage ergibt, ist die Bayerische Polizei zum 01.01.2018 permanent unterbesetzt, und zwar um 9,7 Prozent.

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Jede dritte Polizistenstelle im Raum Hof ist nicht besetzt. Symbolbild: Tobias Arhelger @fotolia.de
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Für Oberfranken ergibt sich zum 01.01.2018 folgendes Bild:

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Besonders gravierend ist die Situation in Stadt- und Landkreis Hof. Hier ist knapp jede dritte Stelle nicht besetzt. Von 234 Sollstellen sind lediglich 192 den einzelnen Inspektionen und Stationen zugeteilt. Zieht man Polizeibeamte in Elternzeit oder längerfristige Krankheitsausfälle ab, bleiben nur 170 Polizistinnen und Polizisten übrig, die tatsächlich vor Ort und verfügbar sind.

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Für Adelt, Mitglied im Innenausschuss des Bayerischen Landtages, absolut unverständlich: „Wenn jeder dritte Polizist, der da sein sollte nicht da ist, dann ist das ein Unding. Anstatt eine neue Polizeibehörde aufzubauen, sollte die Staatsregierung endlich ihre Hausaufgaben machen und die bestehenden Inspektionen vernünftig mit Personal ausstatten.“

Die geplante Bayerische Grenzpolizei soll 1000 Stellen umfassen, wovon bereits jetzt 500 in der Schleierfahndung vor Ort aktiv sind. Von den 500 neu zu schaffenden Stellen würde ein nicht unbeträchtlicher Teil nicht auf der Straße, sondern in der Administration der neuen Behörde tätig sein müssen. „Ein Wahlkampfschlager, der nicht nur ohne erkennbaren sicherheitspolitischen Mehrwert ist, sondern sogar kontraproduktiv. Es wäre sinnvoller die einzelnen Inspektionen personell zu stärken und damit die Präsenz vor Ort und auf der Straße zu erhöhen. Jeder Polizist in der neuen Behörde ist ein Polizist, der vor Ort fehlt. Die CSU-Staatsregierung soll endlich die echten Probleme lösen anstatt Nebelkerzen zu werfen und Scheinlösungen anzugehen.“

Dem pflichtet auch Aures bei: „Wir brauchen angemessene und familienfreundliche Arbeitsbedingungen, damit die Polizistinnen und Polizisten ihren wichtigen Dienst leisten können. Letzten Endes ist es ihrer Arbeit zu verdanken, dass Bayern eines der sichersten Bundesländer ist. Diese Arbeit muss von der Staatsregierung dementsprechend honoriert werden.“

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