Adelt diskutiert mit Schülern

19. Dezember 2017

Hof. Vor kurzem besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt das Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium, um sich den Fragen der Schülerinnen und Schülern der 10a und 10b zu stellen.

Nachdem der Abgeordnete eingangs kurz den Tagesablauf und die Aufgaben eines Abgeordneten erläuterte, durften die Zehntklässler drauflos fragen. Sehr schnell wich dabei die anfängliche Schüchternheit der Neugier: Warum sind Sie in die Politik gegangen? Was sind Ihre politischen Schwerpunkte? Welche Haltung haben Sie zur GroKo? Wie würden Sie mit der AfD umgehen, wenn sie in den Landtag kommt? Wie viel Geld verdienen Sie? Über eine Stunde lang beantwortete der Abgeordnete jede Frage, die ihm die Schüler stellten, wobei vor allem tagespolitische Themen im Vordergrund standen.

JCRG
Klaus Adelt diskutiert mit den Schülerinnen und Schüler der 10a und 10b des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums.

Was die AfD betrifft, so hofft Adelt sie aus dem Landtag draußen halten zu können. Unabhängig davon wird er mit ihnen aber genauso umgehen, wie es der Anstand gebietet. „Man muss miteinander vernünftig umgehen können, so wie es sich halt gehört“. Ob allerdings die AfD-Vertreter dazu in der Lage seien, da habe er aufgrund persönlicher Erfahrung seine Zweifel. So hat der frühere bayerische AfD-Vorsitzende Bystron am Rande des Plenums ihm gegenüber einmal mehr als deutlich gemacht, nicht mit einem Sozi im Fahrstuhl fahren zu wollen. „Wenn so lapidare Dinge im Miteinander, wie das Benutzen eines Fahrstuhls mit politischen Gegnern schon zu viel ist, dann sagt das viel über die politische Unkultur aus, die mit der AfD in die Parlamente einzieht.“

Auf die Regierungsbildung in Berlin angesprochen, zeigte sich der SPD-Politiker nicht als Freund der Großen Koalition. „Die Regierung wurde abgewählt und dann wird trotzdem weitergemacht wie bisher? Ich glaube so funktioniert das nicht.“ Ob eine Neuauflage der Großen Koalition wirklich die notwendigen Impulse setzen kann und eine tragfähige Lösung darstellt, da hat der SPD-Landtagsabgeordnete so seine Zweifel.

Am Ende drehte Adelt den Spieß um und stellte den Schülerinnen und Schüler eine Frage. Er wollte von ihnen wissen, was sie von dem derzeit auf Landesebene heftig diskutierten generellen Smartphone-Verbot an Schulen halten. Die Meinung der Zehntklässler war einhellig. Ein Handyverbot macht keinen Sinn. Was den Abgeordneten besonders dabei freute war die Tatsache, dass die Schüler das Für und Wider abwogen, das Thema differenziert betrachteten und entsprechend argumentierten. „Hier geht’s ja sachlicher zu als manchmal im Landtag“, befand Adelt anerkennend und bedankte sich bei den Schülern für ihr Interesse an Politik. Das sei ungemein wichtig: Politik geht nämlich alle an.

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