Abschluss der diesjährigen Sommertour – Adelt: „Maschinenring ist Rückgrat der Landwirtschaft“

30. September 2019

Ohne den Maschinenring wäre Landwirtschaft schlichtweg nicht möglich. Für den SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt war es daher „überfällig“, im Rahmen seiner Sommertour dem Maschinenring Münchberg einen Besuch abzustatten und sich über deren Arbeit und aktuelle Herausforderungen zu informieren.

Dass es weder an Arbeit noch Herausforderungen mangelt, machte Patrick Heerdegen, Geschäftsführer des Maschinenrings Münchberg deutlich. Der eingetragene Verein vermittelt Maschinen zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben und kümmert sich um die soziale Betriebshilfe. Wenn ein Landwirt krankheitsbedingt ausfällt, springt der Maschinenring mit seinem Personal ein, damit der Betrieb am Laufen bleibt. Gerade hier ist der Bedarf nach wie vor ungebrochen, auch wenn die Zahl der Landwirte insgesamt zurückgeht. Denn für die, die übrig bleiben bedeutet das mehr Arbeit – und das schlägt sich schlussendlich auch in Krankheitsfällen nieder. Der Maschinenring hat mittlerweile sieben hauptamtliche Betriebshelfer und kann darüber hinaus auch auf nebenberufliche Kräfte zurückgreifen.

Damit ist auch viel Arbeit verbunden. „Wir sind mitten in einem Strukturwandel. Einerseits sind wir ein gemeinnütziger Verein, der sich um die soziale Betriebshilfe kümmert, andererseits sind wir aber auch Arbeitgeber sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer“, erklärt Patrick Heerdegen, den Spagat, den er derzeit immer wieder hinlegen muss.

Maschinenring
v.l.n.r.: Klaus Adelt, MdL, Matthias Knöchel, Vors. Kompostring Stadt- und Landkreis Hof e.V., Siegfried Hüttner, Vorsitzender Maschinenring Münchberg und Umgebung e.V., Patrick Heerdegen, Geschäftsführer Maschinenring Münchberg und Umgebung e.V. und Gerhard Böhner, Geschäftsführer Maschinenring Hochfranken GmbH.

Hinzukommt, der steigende Beratungsbedarf in Sachen Pflanzenschutz oder Düngeverordnung – die Bürokratie nimmt zu, der Beratungsbedarf wird größer und die Arbeit des Maschinenrings mehr.

Ein Weg wohin die Entwicklung führen könnte, zeigt indes die in der gleichen Geschäftsstelle ansässige Maschinenring Hochfranken GmbH. Während der Maschinenring-Verein sich nämlich vorwiegend um die internen Abläufe und Unterstützung der Landwirte kümmert, ist die Maschinenring-GmbH als Dienstleister auch außerhalb der Landwirtschaft tätig, sei es bei der Landschafts- und Grünflächenpflege, Entholzungen oder Winterdienste. Doch auch hier gilt: „Wir haben alle Hände voll zu tun“, so GmbH-Geschäftsführer Gerhard Böhner. Für Klaus Adelt ein Zeichen dafür, wie sehr die Arbeit des Rings geschätzt werde.

Auf die Frage des Abgeordneten was die Politik für die Landwirtschaft tun könne, hat Böhner denn auch eine konkrete Bitte: „Holt euch in Sachen Klima- und Umweltschutz die Gesetzgebungskompetenz in die demokratisch gewählten Parlamente zurück. Es kann nicht sein, dass das landwirtschaftliche Fachrecht durch Bürgerinitiativen und Nichtregierungsorganisationen geschrieben wird. Jeder weitere Nadelstich gegen die aktiven Bauern beschleunigt den Strukturwandel in der Landwirtschaft.“

Dass der Landtagsabgeordnete von sich aus den Kontakt gesucht hat, freut die Verantwortlichen des Rings daher umso mehr. Ein Dank, den Klaus Adelt gerne zurückgibt. „Mein Credo ist immer: Man muss miteinander reden. Gerade der Maschinenring als Rückgrat der Landwirtschaft ist ein wichtiger Gesprächspartner, den man mit einbinden muss, wenn ein Wandel in der Umweltpolitik wirklich gelingen soll!“

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