Wirtschaftsstaatssekretär Pschierer und Invest-in-Bavaria Geschäftsführer zu Gast bei Arbeitsfrühstück

18. Juni 2015 | Wirtschaftspolitik

München – heute nahmen auf Einladung der oberfränkischen SPD-Abgeordneten Wirtschaftsstaatssekretär Franz-Josef Pschierer und der Geschäftsführer der Ansiedlungsagentur ‚Invest in Bavaria‘, Dr. Wolfgang Hübschle, am traditionellen Arbeitsfrühstück der vier Landespolitiker, Landtagsvizepräsidentin Inge Aures, Oberfrankensprecherin Susann Biedefeld sowie Klaus Adelt und Dr. Christoph Rabenstein, teil.

Die Abgeordneten nutzten dabei die Gelegenheit, mit den beiden Verantwortlichen über die Bilanz der Ansiedlungsagentur zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand dabei Oberfranken und die Frage, was Politik aus Ihrer Sicht tun muss, um hier die Rahmenbedingungen für Neuansiedlungen zu verbessern und die Region für Investoren attraktiver zu machen. Denn – das hat die parlamentarische Anfrage von Klaus Adelt ergeben – Oberfranken hat hier einiges aufzuholen, ließen sich in den letzten fünfzehn Jahren doch nur 5,4% der in Bayern neu angesiedelten Unternehmen in der Region nieder. Invest-in-Bavaria Geschäftsführer Dr. Hübschle machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Ansiedlungsagentur Oberfranken sowie den ländlichen Raum im Allgemeinen immer wieder als Standort ins Spiel bringt, die Entscheidung letztlich aber allein beim Investor liegt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass drei Standortfaktoren ausschlaggebend sind: Erstens, die Verkehrsinfrastruktur, zweitens, die Nähe zu Hochschulen und drittens, das Vorhandensein von Fachkräften. In allen drei Punkten, befand Biedefeld, ist „Oberfranken in der Mitte Europas“ richtig gut aufgestellt. Für das Standortmarketing, gab allerdings Hübschle zu bedenken, ist es stets von Vorteil, wenn sich eine Region zusammentut und nach außen hin in größeren Verbünden agiert, beispielsweise in Form der Metropolregionen. Das trifft einen wunden Punkt, gerade in Hochfranken, wie Klaus Adelt findet, denn dessen Regionalmarketing fällt vor allem durch seine Kleinstaaterei auf. Hier sollte mehr auf einen Dachverband gesetzt werden, der mit der Wirtschaftsregion Hochfranken im Prinzip schon da ist.

An Kleinstaatlichkeit erinnert aber auch die Förderlandschaft in Oberfranken. So monierte beispielsweise Inge Aures, dass mit Hinblick auf die regionale Wirtschaftsförderung in ihrem Stimmkreis drei Förderkulissen existieren. „Wenn die Nachbargemeinde fünf Kilometer weiter einen höheren Fördersatz hat, macht das eine einheitliche Vermarktung der Region als Wirtschaftsstandort schwer“, erläuterte Aures.

Alles in allem, so das gemeinsame Fazit des einstündigen Gedankenaustausches, ist Oberfranken ein attraktiver Wirtschaftsstandort, der jedoch auch seine Hausaufgaben zu machen hat. Von Invest in Bavaria wünscht man sich indes noch verstärkter für den ländlichen Raum bei potentiellen Investoren einzutreten, so Rabenstein abschließend.

Bildunterschrift: v.l.n.r.: Dr. Christoph Rabenstein, MdL, Klaus Adelt, MdL, Susann Biedefeld, MdL, Staatssekretär Franz-Josef Pschierer, Landtagsvizepräsidentin Inge Aures und Dr. Wolfgang Hübschle, Geschäftsführer von Invest in Bavaria.

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