Anzahl der Suizidversuche in Bayerns Asylbewerberheimen dramatisch angestiegen

16. März 2016 | Integration und Migration

Antwort auf SPD-Anfrage offenbart die aussichtslose und unerträgliche Situation vieler bayerischer Flüchtlinge

München - Seit dem Ausbruch der Flüchtlingskrise ist die Zahl der Suizide und Suizidversuche in den bayerischen Asylbewerberheimen sprunghaft angestiegen. Das zeigt die Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Klaus Adelt. Demnach haben 2013 noch 30 Personen versucht sich umzubringen, eine Person ist hierbei tatsächlich ums Leben gekommen. 2014 gab es bereits 52 Suizidversuche, drei Versuche wurden vollendet. Im vergangen Jahr waren es schließlich 46 Fälle mit einem Toten; allerdings liegen die Daten der Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz noch nicht vor.

"Die Menschen kommen aus Kriegsgebieten wie Syrien zu uns. Viele von Ihnen haben Dinge gesehen, die wir uns in unseren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können. Wir dürfen diese Menschen mit ihren Erlebnissen nicht alleine lassen", fordert Adelt. "Es ist unsere Pflicht, den Flüchtlingen nicht nur ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen bereit zu stellen. Wir müssen auch für eine ausreichende psychologische Betreuung sorgen! Die Hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Asylbewerberheimen arbeiten bis an die Belastungsgrenzen und können die zusätzlich gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllen."

Laut Auskunft der bayerischen Staatsregierung befand sich nur ein Asylbewerber, der Suizid begangen hat, zuvor bei einem Arzt für Psychiatrie und Neurologie in Behandlung.

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